Am 30.1.2026 hat die IG Nachhaltigkeit Rodersdorf zum Infoanlass geladen. Vertreter:innen von Pro Wind, Suisse eole und IWB haben informiert.

Im gut gefüllten Saal wurde ausführlich informiert.
Die Zukunft von Baselland liegt in Wind und Sonne. Diese Überzeugung belegte Markus Stokar, Pro Wind, mit seinen faktenreichen Folien. Gerade im Winter braucht es den Windstrom. Insgesamt kann der Wind im Jahr 2050 über 10% zum Strommix beitragen. Den Rest teilen sich Wasser und Sonne. Windstrom ist auch in der Schweiz viel preiswerter als Strom aus Gas. Atomstrom ist vielen Studien zufolge unkalkulierbar teurer.
Marcel Stalder, IWB, erklärte den langen Weg der Planung bei der Windenergie. Deutlich wurde, wie es zu den bis zu 15 Jahren Planungszeit für einen Windpark kommt: die verschiedenen Gemeinden führen getrennte Verfahren durch, genau wie die beteiligten Kantone, zum Beispiel Solothurn und Baselland beim Projekt «Windpark Challen». Und pro Kanton ist sowohl beim Nutzungsplan als auch bei der Baubewilligung ein Weiterzug bis ans Bundesgericht möglich.
Olivier Waldvogel, Suisse eole, zeigte auf, wie die Verfahren geändert werden können, dass Windanlagen in nützlicher Frist gebaut werden können. Ein Gang vor das Bundesgericht ist natürlich weiter möglich. Weiter zeigte er eine Folie mit den in der Schweiz geplanten Windenergieanlagen. Mit diesen 454 Windenergieanlagen lässt sich das Zwischenziel des Bundes (EnV) erreichen.
Den Abschluss der Präsentationen markierte Sabine Mehring von Pro Wind: „Pro Wind Nordwestschweiz setzt sich dafür ein, auf verschiedenen Ebenen eine faktenbasierte Diskussion über Windenergie zu führen. Uns ist es ein Anliegen die Energiewende mit Blick auf Versorgungssicherheit, Klimaneutralität bis 2050 und Ökologie herbeizuführen. Wir bieten mit Infoanlässen, Ausflügen zu Windenergieanlagen und Austausch mit Standortgemeinden verschiedenen Formate um sich ein Bild zu machen und mögliche Bedenken zu Windenergie anzusprechen.“
Im Anschluss an die Präsentationen setzte eine rege Diskussion ein. Klar war, dass nicht alle Anwesenden der Windenergie gegenüber positiv eingestellt sind. Der Eindruck bleibt, dass die Diskussionen die ganze Zeit sachlich geblieben sind. Nach den vielen Informationen war das auf jeden Fall ein gelungener Schlusspunkt für den Abend.
